Wärmepumpe Förderung 2026: Bis zu 70% Zuschuss

Der Staat übernimmt einen Großteil der Kosten. Grundförderung, Klimabonus und Einkommensbonus — so maximieren Sie Ihren Zuschuss.

30%
Grundförderung (für alle)
+20%
Klimabonus (Gas/Öl raus)
+30%
Einkommensbonus (<40k €)
Max. 21.000 €
Maximaler Zuschuss

Förder-Check: Wie viel bekommen Sie?

4 Fragen — Ihr persönlicher Fördersatz in 30 Sekunden.

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Nutzen Sie die Immobilie selbst?

Selbstnutzende Eigentümer erhalten die volle Förderung. Vermieter nur die Grundförderung.

Unverbindliche Berechnung nach BAFA/KfW-Richtlinien. Stand: März 2026. Keine Garantie.

Förderung 2026: Bis zu 70%

Der Staat fördert den Einbau von Wärmepumpen über KfW/BAFA. Die Fördersätze lassen sich kombinieren:

BausteinSatzVoraussetzung
Grundförderung30%Selbstnutzende Eigentümer
Klimageschwindigkeitsbonus+20%Austausch fossiler Heizung (Gas, Öl, Kohle)
Einkommensbonus+30%Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr
Maximal möglich70%Gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten (EFH)

Quelle: BAFA / KfW, Stand März 2026. Angaben ohne Gewähr.

Wer bekommt welche Förderung?

Drei Bausteine, die sich kombinieren lassen. Je nach Ihrer Situation erhalten Sie 30%, 50% oder bis zu 70%.

30%

Grundförderung — für alle selbstnutzenden Eigentümer

Jeder selbstnutzende Eigentümer bekommt die Grundförderung von 30%. Keine weiteren Bedingungen außer Selbstnutzung und förderfähige Wärmepumpe.

Selbstnutzer Neubau + Bestand Alle WP-Typen
+20%

Klimageschwindigkeitsbonus — beim Tausch fossiler Heizungen

Zusätzliche 20%, wenn Sie eine noch funktionierende fossile Heizung ersetzen: Gasheizung, Ölheizung, Kohleheizung, Nachtspeicherofen oder Biomassekessel älter als 20 Jahre.

Gas/Öl/Kohle ersetzen Nur Selbstnutzer Heizung muss noch funktionieren
+30%

Einkommensbonus — bei niedrigem Haushaltseinkommen

Weitere 30% für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 €. Nachweis über Einkommensteuerbescheid der letzten 2 Jahre.

Einkommen < 40.000 €/Jahr Nur Selbstnutzer Einkommensteuerbescheid nötig
70%

Maximal möglich: 70% — gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten

Das ergibt einen maximalen Zuschuss von 21.000 €. Kostet die Wärmepumpe mehr als 30.000 €, werden nur die ersten 30.000 € gefördert. Alles darüber trägt der Eigentümer selbst.

Antrag in 5 Schritten — so geht's

Wichtig: Der Antrag muss VOR Auftragserteilung an den Handwerker gestellt werden!

1

Angebote einholen

Mind. 2–3 Angebote von Fachbetrieben vergleichen. Auf detaillierte Kostenaufstellung achten.

2–4 Wochen
2

KfW-Antrag online stellen

Antrag im KfW-Kundenportal. Angebotsdaten eingeben, Unterlagen hochladen. Zwingend VOR Auftragserteilung!

1–2 Stunden
3

Zusage abwarten

KfW prüft den Antrag. Bearbeitungszeit: 4–8 Wochen. Erst nach Zusage dürfen Sie beauftragen.

4–8 Wochen
4

Einbau beauftragen

Nach der Zusage: Auftrag an den Fachbetrieb erteilen. Installation planen und durchführen.

2–8 Wochen
5

Nachweis einreichen

Rechnungen und Nachweise im KfW-Portal hochladen. Zuschuss wird auf Ihr Konto überwiesen.

2–4 Wochen

4 Rechenbeispiele aus der Praxis

So viel bleibt bei verschiedenen Ausgangssituationen übrig.

Beispiel 1: Nur Grundförderung

Neubau, keine alte Heizung, Einkommen über 40.000 €

Wärmepumpe + Installation15.000 €
Grundförderung (30%)−4.500 €
Sie zahlen10.500 €

Beispiel 2: Grund + Klimabonus

Gasheizung (20 J.) raus, Einkommen über 40.000 €

Wärmepumpe + Installation18.000 €
Grundförderung (30%)−5.400 €
Klimabonus (20%)−3.600 €
Sie zahlen9.000 €

Beispiel 3: Grund + Einkommensbonus

Neubau, keine alte Heizung, Einkommen unter 40.000 €

Wärmepumpe + Installation14.000 €
Grundförderung (30%)−4.200 €
Einkommensbonus (30%)−4.200 €
Sie zahlen5.600 €
Maximale Förderung

Beispiel 4: Alle 3 Boni = 70%

Ölheizung raus, Einkommen unter 40.000 €

Wärmepumpe + Installation25.000 €
Grundförderung (30%)−7.500 €
Klimabonus (20%)−5.000 €
Einkommensbonus (30%)−7.500 €
Summe Förderung (80% → gedeckelt 70%)−17.500 €
Sie zahlen7.500 €

KfW-Ergänzungskredit: Günstig finanzieren

Zusätzlich zum Zuschuss gibt es zinsgünstige Kredite für den Eigenanteil.

KfW-Kredit 358/359

  • Kreditvolumen bis 120.000 €
  • Zinsvergünstigung bei Einkommen unter 90.000 €/Jahr
  • Laufzeit: 4–30 Jahre wählbar
  • Tilgungsfreie Anlaufzeit möglich
  • Kombinierbar mit dem BAFA-Zuschuss
  • Beantragung über Ihre Hausbank

Steuerliche Absetzung als Alternative

  • Alternativ: 20% der Kosten steuerlich absetzen (§ 35c EStG)
  • Verteilt über 3 Jahre (7% + 7% + 6%)
  • Max. 40.000 € absetzbar = bis 8.000 € Steuerersparnis
  • Nicht kombinierbar mit BAFA/KfW-Zuschuss!
  • Nur sinnvoll, wenn kein Förderantrag möglich/gewollt
  • Gebäude muss mind. 10 Jahre alt sein

Empfehlung: Fast immer ist der BAFA/KfW-Zuschuss besser

Die Direktförderung (30–70% Zuschuss) ist in fast allen Fällen deutlich attraktiver als die steuerliche Absetzung (max. 20%). Nutzen Sie die steuerliche Option nur, wenn Sie den Förderantrag verpasst haben oder aus anderen Gründen keinen Zuschuss beantragen können.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Förderung

Diese Fehler kosten Tausende Euro — vermeiden Sie sie unbedingt.

1

Zu spät beantragt

Der KfW-Antrag muss VOR Auftragserteilung an den Handwerker gestellt werden. Wer zuerst beauftragt und dann beantragt, verliert die Förderung komplett.

Lösung: Immer zuerst den Antrag stellen — erst nach Zusage beauftragen.

2

Klimabonus vergessen

Viele Hausbesitzer beantragen nur die Grundförderung (30%) und vergessen den Klimabonus (20%) beim Tausch einer fossilen Heizung.

Lösung: Im Antrag alle zutreffenden Boni ankreuzen — das kostet nichts extra.

3

Falsche Kostenschätzung

Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 € gedeckelt. Wer ein 50.000-€-Projekt hat, bekommt trotzdem max. 21.000 € Zuschuss.

Lösung: Prüfen, ob sich die Mehrkosten über 30.000 € lohnen oder ob ein günstigeres System reicht.

4

Unterlagen unvollständig

Fehlende Dokumente (z.B. BdF-Bestätigung, Energieausweis) verzögern die Bearbeitung um Wochen oder führen zur Ablehnung.

Lösung: Checkliste der KfW durchgehen und alle Unterlagen VOR Antragstellung zusammenstellen.

5

Landesförderung nicht genutzt

Viele Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Förderprogramme an, die mit der Bundesförderung kombinierbar sind.

Lösung: Bei Gemeinde, Energieagentur und Landesbank nach zusätzlichen Programmen fragen.

Die 10 wichtigsten Fragen zur Wärmepumpe-Förderung

Die Grundförderung beträgt 30% für alle selbstnutzenden Eigentümer. Dazu kommt der Klimageschwindigkeitsbonus (+20%) beim Austausch fossiler Heizungen und der Einkommensbonus (+30%) bei Haushaltseinkommen unter 40.000 €/Jahr. Maximum: 70%, gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten = maximal 21.000 € Zuschuss.

Was kostet die Wärmepumpe nach Förderung?

Berechnen Sie Ihre individuellen Kosten — inklusive aller Förderungen.

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